Freie Demokraten Mannheim fordern Alternativen zu massiven Baumfällungen bei der Ertüchtigung des Rheindamms

Wolf Engelen, Dr. Birgit Reinemund und David Hergesell auf dem Rheindamm[/caption]

Seit kurzem ist klar, dass die Ertüchtigung des Rheindamms im Mannheimer Süden mit massiven Eingriffen in den Baumbestand auf dem Lindenhof und in Neckarau einhergehen könnte. In einem Antrag an den Gemeinderat fordert jetzt die FDP im Gemeinderat die Stadt Mannheim dazu auf, alternative Konzepte bei der Ertüchtigung des Rheindamms in den Stadtteilen Neckarau und Lindenhof zu prüfen. Die bisherigen Planungen des Regierungspräsidiums würden zu massiven Baumfällungen im und am Waldpark führen. FDP Stadträtin Dr. Birgit Reinemund betont dazu: „Es ist gut, dass in die Sicherheit des Rheindamms investiert wird. Aber es leuchtet nicht ein, dass möglicherweise über tausend Bäume dafür gefällt werden müssen. Einige alte Bäume tragen im Gegenteil eher zur Stabilisierung des Dammes bei. Wir müssen uns jetzt dieses Themas annehmen.“ Bei einem vor Ort Termin machte sich Dr. Birgit Reinemund gemeinsam mit den Bezirksbeiräten Wolf Engelen (Lindenhof) und David Hergesell (Neckarau) ein Bild von der Situation auf dem Rheindamm.

Optionen sorgfältig prüfen

Wolf Engelen, der gemeinsam mit der Bürger-Interessengemeinschaft-Lindenhof bereits verschiedene Informationstermine organisiert hat, wusste dabei von Erfahrungen in anderen Städten zu berichten. Beispielsweise in Rheinstetten (BW), in Neuss (NRW) oder im Zusammenhang mit der Wasserstraße Stör (Mecklenburg-Vorp.) konnten Kommunen ihren Einfluss geltend machen und Hochwassersicherheit sowie Baumerhalt gleichzeitig erreichen. Auch in Karlsruhe bahnt sich eine ähnliche Situation an. Der Neckarauer FDP Bezirksbeirat David Hergesell stellte klar: „Für Neckarau ist die Qualität des Waldparks als Naherholungsgebiet gefährdet. Die Stadt muss hier alle Alternativen sorgfältig prüfen und gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Lösungsansätze erarbeiten, die Hochwassersicherheit und Baumerhalt gleichsam ermöglichen. Es steht einfach zu viel auf dem Spiel.“ Den Freien Demoraten ist dabei ebenso wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger, die Bezirksbeiräte und der Gemeinderat transparent und zeitnah über die zukünftigen Entwicklungen informiert werden.