Krawall beim Pokalderby: FDP/MfM-Fraktion sieht Vereine und DFB in der Pflicht

Stadträtin Dr. Birgit Reinemund
Fraktionsvorsitzende Dr. Birgit Reinemund

Nach den Ausschreitungen beim Derby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern fordert die FDP/MfM-Fraktion im Gemeinderat Konsequenzen von den Vereinen und dem DFB.

Dr. Birgit Reinemund, Fraktionsvorsitzende: „Die Krawalle im Carl-Benz-Stadion haben mit Sport nichts mehr zu tun. Da stellt sich die Frage: Können Hochrisikospiele in Zukunft noch durchgeführt werden oder nur noch ohne Publikum? So kann es auf jeden Fall nicht weitergehen! Unser Dank gilt den Einsatzkräften, die Schlimmeres verhindert haben, und wir wünschen allen Verletzten eine schnelle Genesung. Ein Fußballabend darf nicht die halbe Stadt lahmlegen und Familien und friedliche Fans sowie Einsatz- und Rettungskräfte zu Leidtragenden einer gewaltbereiten Minderheit machen.“

Stadtrat Volker Beisel
Stadtrat Volker Beisel

Volker Beisel, sicherheitspolitischer Sprecher: „Das Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei hat unter schwierigen Bedingungen gegriffen. Für uns bleibt aber die Frage, wie Pyrotechnik in dieser Menge überhaupt ins Stadion gelangen konnte. Die Einlasskontrollen haben hier offensichtlich nicht ausgereicht. Es war ja nicht das erste Mal, dass es bei dieser Konstellation zu Ausschreitungen kam. Die bisherigen Präventions- und Kontrollmaßnahmen haben offensichtlich nicht gegriffen. Hier sehen wir in erster Linie die Vereine und den DFB in der Verantwortung.“

Im Sicherheitsausschuss will die Fraktion klären, wie die Zugangskontrollen verschärft werden können, ob sich die Vereine an den Kosten des Einsatzes beteiligen und welche Möglichkeiten die Stadt hat, auf die Ausrichtung von Spielen mit absehbarem Gewaltpotenzial Einfluss zu nehmen. Für die FDP/MfM-Fraktion steht fest: Gewalt und Pyrotechnik haben im Stadion nicht verloren!

Tagged with: , , , , , , ,